Katalog-Onlinesuche:

 

Antiquariat Andreas Moser e.U.

• Helferstorferstrasse 3, 1010 Wien, AT • Tel.: +43 (0)1 535 53 17 • office@antiquariat-moser.at
 
 

Online Katalog!

Werte Kunden und Geschäftspartner,
Wir haben vom 6.7. – 29.7.2018 geschlossen.

Online Bestellungen werden anschließend umgehend bearbeitet.
Mit freundlichen Grüßen, Andreas Moser
ACHTUNG: die meisten Bücher befinden sich nicht bei uns im Haus. Falls Sie einen Titel besichtigen wollen, bitte rufen Sie uns vorher an (01-535 53 17), oder schicken uns ein E-Mail. Danke.

Einblattdrucke

Böhmen.

Böhmischer Jesuiten Kehrauß, und Teutsche WeckUhr; Wunderliche Geheymnussen und nachdenckliche Propheceyungen, von dem jetzigen Zustand des Römischen Reichs Als: I. Jesuiter Pilgramschafft, so sie zu ihrer suchenden restitution angestellet. II. Böhmischer Lautenklang, wegen auffgerichter Cinfoederation. III. Dreyfaches Ungleich, vom jetzigen Religionstreit etc. IIII. Türckischer Warnungs Bott in Ungarn geschickt; Und V. Auffwecker der Alten Teutschen an ihre Nachkommen, neuerlicher zeit Warnungsweise abgefertiget. Von S.S.R. Mit 11 verschiedenen Acte des Textes.
o.O und o.V., o.J. (1619 oder 1620). Kupferstich mit 11 Bildern (31,8 x 37 cm) und darunter Text. 37,5 x 63 cm.
(Katnr: 50757)


Sehr seltener Einblattdruck! Siehe: Rochholz, E.L, Bilderreim über die böhmische Jesuitenaustreibung vom Jahre 1619. (in Argovia: Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, 4. Jahrgang 1864/1865 (umfangreiche Abhandlung!). - "Der Bilderreim besteht aus einem nur einseitig bedruckten Foliobogen. Seine obere Hälfte füllen drei Reihen Kupferstiche, der Quere nach an einander gereiht und in elferlei Felder abgetheilt. Die unter Hälfte des Foliobogens nimmt der die Bilder erklärende Text ein in sechs senkrecht gedruckten Spalten Petitschrift. Solcherlei polemische Flugblätter und Bilderbogen sind übrigens von einer viel größeren Bedeutsamkeit und gewichtiger gewesen, als dies heute erscheint". (Rochholz). - Dieses Exemplar mit winziger (unterlegten) Fehlstelle in Kupferstich Nr. VI sowie mit kleiner Fehlstelle in der Mitte des Textes (ebenfalls fachmännisch unterlegt), ansonsten sauberes Exemplar.

€ 800


Bestellen    Zurück zum Index    Seite drucken

Zusätzlich zum Kaufpreis verrechnen wir die Portospesen nach den Tarifen der Österr. Post AG.

Böhmen.

Deß Adlers und Löwen Kampff. (Kampf zwischen Adler und Löwe).
o.O. und o.V., 1621. Mit 1 halbseitigen Kupferstich (22 x 15,5 cm). 27,5 x 38,8 cm.
(Katnr: 50753)


Sehr seltener Einblattdruck! - "Mitten im Bild gibt es eine Säule, worüber die Engel einen Lorbeerkranz mit der böhmischen Krone und dem Herrscherstab halten. Zu dem Gipfel der Säule führen beiderseits die Treppen, die von der linken Seite der böhmische Löwe mit der Krone auf dem Kopf hinaufsteigt; es fällt gegen ihn das Kreuz (die Reformation). Der sächsische Kurfürst Johann Georg verletzt den Löwen mit seinem Schwert am Bein, der Marquis Spinola (Spanien) zieht den Löwen an dem Schwanz und der Herzog Maximilian von Bayern sticht ihn in den linken Bein. Vor der anderen Seite steigt die Treppen der Kaiseradler hinauf, auf dessen Kopf ein Schwert fällt (d.h. Hinrichtung der böhmischen Adligen), Mansfeld und der Herzog von Jägerndorf schießen auf den Adler und der Fürst Bethlen von Siebenbürgen bedroht nach dem Tod von Buquoy den Adler mit seinem Schwert. In dem Hintergrund um die Säule sind eine Schlacht und ein Gefecht zwischen Mansfeld und Maximilian von Bayern abgebildet. Unterhalb des Stiches steht ein deutsches Gedicht mit zwei Strophen. - Der Stich versinnbildlicht einen Streit um die böhmische Krone zwischen Ferdinand II. und Friedrich von der Pfalz. Beiderseits sind Sperrschwellen dargestellt, die das Streben beider Herrscher verderben. Friedrich von der Pfalz wird von Maximilian von Bayern, Spinola und Johann Georg von Sachsen verfolgt. Auf den Kopf des Löwen fallendes Kreuz stellt die zu intensive und übereilte Einführung der reformierten Kirche in Böhmen nach dem Ständeaufstand dar, was sich unter dem Volk zum Schaden des neuen Königs auswirkte. Auf der anderen Seite sind die Feinde des Kaisers, Mansfeld, Bethlen, der nach dem Tod von Buquoy wieder vorwärts stürmt, und der Herzog von Jägerndorf zu sehen. Das Schwert, das auf den Kopf des Adlers fiel, symbolisiert die Hinrichtung der böhmischen Adligen am Altstädter Ring im Jahre 1621, die Trotz und Widerwillen gegen Ferdinand II. unter dem Volk erregte". (Kollektion Ceský Sternberk, kód: 54/60). - Sauberes Blatt.

€ 480


Bestellen    Zurück zum Index    Seite drucken

Zusätzlich zum Kaufpreis verrechnen wir die Portospesen nach den Tarifen der Österr. Post AG.

Böhmen.

Triumphierender Adler, sub umbra alarum tuarum florebit regnum Bohemuae. (Triumphierender Adler, im Schatten deiner Fittiche wird das Königreich Böhmen blühen).
o.O. und o.V., 1621. Einblattdruck mit halbseitigen Kupferstich (22,5 x 16 cm). 28,5 x 37 cm.
(Katnr: 50752)


Sehr seltener Einblattdruck! - "Auf der Säule thront der Adler mit Krone und Herrscherstab. Aus einer Wolke heraus kommt eine Hand mit dem Schwert berührend den Reichsapfel, der von dem Adler in dem linken Fang gehalten wird. Auf der rechten Seite der Säule stehen Johann Georg von Sachsen, Spinola und Maximilian von Bayern, auf der linken Seite sind Mansfeld, Bethlen und der Herzog von Jägerndorf. Um die Säule gibt es die böhmischen, mährischen und schlesischen Menschenmengen. Im Vordergrund rechts liegt der verwundete, kranke böhmische Löwe, aus dem ein Baum wächst, woran das Schwert und das Schild angefesselt sind. Unterhalb des bildlichen Grafikteils steht ein umfassender deutscher Text in Versen. - Vom Standpunkt des Kaisers aus stellt der Stich die politische Situation nach dem Sieg über dem böhmischen Aufstand dar. Der sieggekrönte Reichsadler spreizt seine Flügel über die unterworfenen Böhmischen Kronländer. Seine Alliierten sind mit folgenden Überschriften gekennzeichnet: sic volo, sic iubeo, sit pro ratione voluntas, etc. An den Gegnern des Reichsadlers ist geschrieben: iuro, moror etc. An dem verwundeten böhmischen Löwen ist geschrieben: Fortunae causA - von wegen Schicksal. Im Hintergrund gibt es die böhmische Bevölkerung, deren Meinungen über die Situation deutlich auseinander gehen. Ein Teil von ihnen jammert, ein Teil frohlockt und einige diskutieren lebhaft. Es ist interessant, dass man bei diesem Blatt schon einer ungewöhnlichen Unbefangenheit des Autors begegnet, der sogar nicht fürchtete die Hinrichtung der böhmischen Adligen als eine Tat zu bezeichnen, die Kaisers Ruf in böhmischen Ländern erheblich schadete". (Kollektion Ceský Sternberk, kód: 55/61). - Sauberes Blatt.

€ 480


Bestellen    Zurück zum Index    Seite drucken

Zusätzlich zum Kaufpreis verrechnen wir die Portospesen nach den Tarifen der Österr. Post AG.

Böhmen.

Der vertriebenen Jesuiter auß dem Königreich Böheimb und Hungern vorgenommmene Wallfahrt zu dem heiligen Raspino und Pono nach Ambsterdam ins Zuchthaus. (Der vertriebenen Jesuiter aus dem Königreich Böhmen und Hungarn vorgenommene Wallfahrt zu dem Königreich Raspino und Pono nach Amsterdam ins Zuchthaus).
o.O. und o.V., 1619. Mit 1 halbseitigen Kupferstich (26,5 x 16,8 cm). 29,8 x 36,2 cm.
(Katnr: 50755)


Sehr seltener Einblattdruck! - "In einem großen von sechs Pferden gezogenen Wagen fahren sieben Jesuiten. Die Pferde sind mit schwarzen Schabracken mit Wappen von Böhmen und Ungarn und einem weiteren Emblem, auf dessen Schild ein geöffnetes Buch ist, geschmückt. Die reisenden Jesuiten sind mit den Namen gekennzeichnet: P. Colovrat, P. Haynal, P. Forro, P. Rumer, P. Caldi, P. Faminus und P. Arnoudus, Kurienanwalt in Paris. An dem Wagen zieht eine große Priestergruppe zu Fuß, mit Gepäck und Säcken beladen. Im Hintergrund zeichnet sich ein brennendes Kloster, woraus die Jesuiten gerade verwiesen wurden, abseits sitzt auf seinem Gepäck ein Ordensbruder und ergeben winkt mit seiner Hand. Es kommt ein Hund zu ihm, ebenfalls mit einem Sack beladen, der einen Teufelsschwanz hat. Im linken Hintergrund zeichnet sich eine Stadt mit Hafen, worauf ein Weg zuführt, wo die Jesuiten hinziehen, d.h. "via ad sanctum Raspinum." Unter dem Gemälde wird der Jesuitenorden ununterbrochen gelästert und gehöhnt. Es endet mit einer sarkastischen Ermunterung, die Jesuiten sollen sich der Strafe, die sie in dem Zuchthaus von Amsterdam erwartet, demutsvoll und ergeben unterziehen. - Es handelt sich um ein von den Protestanten ausgegebenen Werbepamphlet, das den Jesuitenorden, der im Jahre 1619 aus Ländern der Böhmischen Krone verwiesen wurde, sehr scharf angriff. Es ist bekannt, dass die Jesuiten immer die betriebsamsten Gegenreformatoren und Verbreiter des katholischen Glaubens und somit auch eine mächtige Stütze des römisch-deutschen Kaisers gewesen sind. Dadurch sind die Maßnahmen, die diese nach dem böhmischen Aufstand betrafen, leicht zu begründen. Nach der Schlacht am Weißen Berg kehrten sie jedoch nach Böhmen zurück und nahmen an der Rekatholisierung des Landes sehr intensiv teil. Das Ziel der Wallfahrt zu dem heiligen Raspino und Pono, wie in der Grafik erwähnt, bleibt unerklärt". (Kollektion Ceský Sternberk, kód: 14/142). - Sauberes Blatt mit Holzschnittbordüre.

€ 480


Bestellen    Zurück zum Index    Seite drucken

Zusätzlich zum Kaufpreis verrechnen wir die Portospesen nach den Tarifen der Österr. Post AG.

Böhmen.

Wachender Adler. Iam vigilia vano nec somno deditu esto! (Wachender Adler. Nun gilt die Wache, gib dich keinem Schlaf und keiner Unachtsamkeit hin!).
o.O. und o.V., 1621. Mit 1 halbseitigen Kupferstich (22 x 16 cm). 27 x 36,8 cm.
(Katnr: 50754)


Sehr seltener Einblattdruck! - "Auf dem Stich ist eine Säule abgebildet, worauf der Reichsadler einen Ring im Schnabel und einen Lorbeerzweig unter dem Flügel haltend, sitzt. Auf dem Kopf hat er die Kaiserkrone und unter dem linken Tritt die Sonne, woran eine Überschrift steht: "Sol iustitae". Links ist ein Schütz (England) auf den Adler zielend und zwei Männer mit Lanzen (Mansfeld und Herzog von Jägerndorf), die den Adler stechen, es verhindern sie daran jedoch zwei Engel mit Schilder, worauf die Überschriften stehen: "Es ist umsonst!" und "Weit gefehlet!". An der Säule lehnen sich ein Fuchs (Bethlen Gábor) und ein Bär (die Niederlande), die versuchen die Säule umzuwerfen. Vor der Säule gibt es einen Hirsch (Braunschweig), der diese untergräbt, dabei wird er aber von einer Schlange gebissen. Beiderseits der Säule liegen ein Löwe und eine Löwin (Schweden), es steht bei diesen die Überschrift: "Wir lauern!". Unterhalb des Bildes steht ein Gedicht mit 2 Strophen. - Die von der Seite des Kaisers herausgegebene Flugschrift bebildert anschaulich die schwierige politische Stellung des römisch-deutschen Reichs zu Anfang des Dreißigjährigen Kriegs. Die Feinde des Kaisers sind: England, die Niederlande, Braunschweig, Mansfeld, Herzog von Jägerndorf, Bethlen Gábor und Schweden, das bisher in keine Kämpfe eingriff, sondern im Hintergrund abwartet. In dem Gedicht wird die Bedrohung des Heiligen Römischen Reichs durch die genannten Feinde ausführlich geschildert. Der Autor fragt, was zu dieser Situation etwa die alten Römer Brutus, Corvinus, Manlius u. a. sagen würden. Der Kaiseradler ist aber auf und hält Wache, bewältigt alle Beschwerden und fordert die politischen Neutralen auf, ihm zu Hilfe zu eilen". (Kollektion Ceský Sternberk, kód: 53/131). - Nur minimal braunfleckig, ansonsten sauberes Exemplar!

€ 480


Bestellen    Zurück zum Index    Seite drucken

Zusätzlich zum Kaufpreis verrechnen wir die Portospesen nach den Tarifen der Österr. Post AG.
 

Startseite | Seitenanfang

Antiquariat Andreas Moser e.U. • Helferstorferstrasse 3, 1010 Wien, AT
Tel.: +43 (0)1 535 53 17 • office@antiquariat-moser.at
 

Antiquariat Wien

Andreas Moser

Aus unserem Online-Katalog:

Katalog Index Seite drucken
Alle Artikel finden Sie auch im ZVAB (Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher) Das ZVAB ist weltweit das größte Online-Antiquariat für deutschsprachige Titel.