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Antiquariat Andreas Moser e.U.

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Autographen

Ambrosi, Gustinus:

Die Sonette an Rosmarie. Geschrieben auf der Reise von Aarau in die österreichischen Berge und dort vollendet Ende August MCMXXXIV. 11 handgeschriebene Sonette.
Wien, 1934. 2 leere Bll., 15 beschriebene Bll., 1 leeres Bll. 4°. Opgmt.bd.
(Katnr: 28862)


Handgeschriebenes Manuskript von Gustinus Ambrosi (1893 - 1975). - "Diese elf Sonette wurden von mir eigenhändig zweimal auf Mailänder Pergament geschrieben, vom Buchbinder des Erzherzogs Franz Ferdinand von Österreich-Este, Ferdinand Bakala in Wien im florentiner antikes Pergament gebunden, welcher auch den Einband nach meinem Entwurf schuf. Das eine Exemplar übergab ich mit den Gefühlen der Liebe und Verehrung in die Hände der Eltern Rosemaries, Frau und Herrn Baron von Falkenstein in Aarau, das zweite Exemplar wurde meiner Manuskript-Bibliothek eingereiht. Dieses ist Nr. II. Im September eintausendneunhundertvierunddreissig. Gustinus Ambrosi, Bildhauer in Wien". Vgl. Kosch, 20.Jhdt. I, 209 f. - Vollmer I, 39. - Ambrosi wuchs in St. Pölten auf und war seit seinem 7. Lebensjahr an taub. Nach seiner Steinmetz- und Bildhauerlehre lebte er ab 1909 Graz, 1912 übersiedelte er nach Wien, erhiel 1913 das Staatsatelier im Prater auf Lebenszeit und unterhielt später Ateliers in Rom, Paris und Köln. 1912 erhielt er den Österr. Staatspreis, 1935 Ehrenbürger der Stadt Graz, 1937 von Eisenstadt etc. Ambrosi starb 1975 durch Freitod. - 2 Gedichte wurden von ihm mit Bleistift ausgebessert. - Einband ein wenig fleckig. - Unveröffentlichtes Manuskript in nur 2 handgeschriebenen Exemplaren!

€ 1800


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Zusätzlich zum Kaufpreis verrechnen wir die Portospesen nach den Tarifen der Österr. Post AG.
Deutsche Dichter und Denker der Gegenwart. Eine Sammlung von Autographen deutscher Dichter und Schriftsteller.
Berlin, Wasmuth, 1884. 6 Bll., 212 SS. 212 Seiten mit unzähligen Faksimiles deutscher Dichter. Folio. Ogln.
(Katnr: 27496)


Einband verstaubt und etwas fleckig.

€ 44


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Almasy, Wilhelmine Gräfin:

Gedichte. Eigenhändiges Manuskript.
(Wien), 1865. 135 hs. num. SS. (ohne die Seiten 3-14) Gr. 8°. Ln.bd.d.Zt.
(Katnr: 40249)


Wurzbach XLV. - Brümmer IV. - Eigenhändiges Gedichtmanuskript in sauberer Kurrent mit Tinte mit über 60 Gedichten, datiert Wien und Gaming 1866/1867. - Wilhelmine Gräfin W.-Almásy, hervorragende deutsch-österreichische Dichterin, wurde als die Tochter des damaligen Präsidenten der ungarischen Hofkammer und Geheimrathes Moritz Grafen v. Almásy zu Ofen am 8. April 1845 geboren und erhielt in ihrem Vaterhause die dem vornehmen Range der Eltern entsprechende sorgfältige Erziehung. Als Graf Almásy 1855 an einen höheren Posten nach Wien berufen wurde, erschien diese Ausbildung seiner Tochter in der österreichischen Residenz fortgesetzt und mannigfaltiger litterarischer und künstlerischer Verkehr im Hause regte die schon frühzeitig poetische Begabung aufweisende junge Dame zu verschiedenen dichterischen Versuchen an, welche die Aufmerksamkeit der mit ihr bekannten dramatischen Künstlerin Julie Rettich und des berühmten Poeten Friedrich Halm erweckten, wodurch bewirkt wurde, daß eine vorläufig nur als Handschrift gedruckte Sammlung von Dichtungen der Gräfin erschien. Albrecht Graf Wickenburg, der selbst als feinsinniger Poet und Uebersetzer fremder Poesieen aufgetreten war und heute als solcher eine vornehme Stelle einnimmt, wurde von den bald weiter hinaus bekannt gewordenen Dichtungen der Dame so sehr gefesselt, daß er deren nähere Bekanntschaft suchte und sich im J. 1867 mit derselben vermählte. Seitdem lebte das gräfliche Dichterpaar glücklich zumeist in Wien oder auf Reisen. Von inzwischen entstandenen dramatischen Gedichten der Gräfin W. wurden mehrere in Wien und an anderen Bühnen beifällig zur Darstellung gebracht, namentlich das hübsche dramatische Gedicht "Ein Abenteuer des Dauphin" 1882 am Wiener Burgtheater. Bald darauf stellte sich ein körperliches Leiden ein, welches mehrfachen längeren Aufenthalt in Gries bei Bozen zur Folge hatte. Noch wäre zu bemerken, daß die Gräfin auch auf dem Gebiete des Gesanges sich eine wahre Meisterschaft aneignete. Leider sollte die Ehe des kunstbegabten edlen Paares vom unerbittlichen Tode nur zu bald getrennt werden, denn das Leiden der kranken Poetin konnte nicht mehr geheilt werden, sie starb am 22. Januar 1890 in Gries zum namenlosen Schmerze ihres sie verehrenden Gatten. Dieser selbst, einem edlen steirischen Adelsgeschlechte entstammend, hatte sich nach vollendetem juridischen dem Staatsdienste gewidmet, diesen aber schon 1868 verlassen und ganz seinen poetischen Bestrebungen gelebt, er weilt nun nach dem Tode der geliebten Gattin zurückgezogen in Bozen. Nachdem von der Gräfin Wickenburg-Almásy die ersterwähnte als Handschrift gedruckte Ausgabe der Gedichte herausgegeben worden war, erschien bald darauf die Sammlung vermehrt auch im Buchhandel in 3. Auflage 1882 zu Wien. Außerdem ist von ihren poetischen Werken zu erwähnen: "Neue Gedichte" (1869); "Erlebtes und Erdachtes. Gedichte" (1873); "Emanuel d’Astorga. Erzähl. Gedicht" (1872); "Der Graf von Remplin. Erzählung in Versen" (1874); "Marina. Erzähl. Gedicht" (1875) und die mit ihrem Gatten zusammen verfaßte Nachdichtung aus dem Englischen des Michael Drayton: "Nymphidia". 1890 hat Albrecht Graf W. "Letzte Gedichte" aus dem Nachlasse der verewigten Gattin herausgegeben. Außer dem schon angeführten Lustspiele sei auch das dramatische Gedicht "Radegundis" (1880) hier verzeichnet. Alle Dichtungen der Gräfin W.-A. zeichnen sich durch eine edle Sprache und hohen poetischen Schwung aus, die lyrischen Stücke weisen besondere Vollendung und edle Gedanken auf, in allen aber tritt zugleich die Feinsinnigkeit der edlen Frauenseele zu Tage. Als im J. 1886 ihr "Mahnruf an die Deutschen in Oesterreich" erschien, bewies dieses schwungvolle Poem, wie echt deutsches Fühlen und Denken die Gräfin beherrsche, die herrliche Dichtung machte in und außer Oesterreich ungewöhnliches Aufsehen. Die erzählenden Dichtungen zeigen eine vortreffliche Wahl des Stoffes und geschickte dichterische Behandlung desselben, sie sind reich an poesievollen Einzelheiten und können den [327] besten epischen Stücken ihrer Zeit zur Seite gestellt werden. Jedenfalls nimmt Gräfin W.-A. nicht nur unter den österreichischen, sondern auch unter den deutschen Dichterinnen der Neuzeit einen hervorragenden Rang ein. - Ab Seite 101 handschriftliche und kaum lesbare Eintragungen. Einband leicht berieben, Buchblock gebrochen, es fehlen leider die Seiten 3 - 14!

€ 1200


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Rosenthal, Friedrich (Jacques):

Bettinas Flucht. Ein deutsches Schauspiel in vier Aufzügen. Deutsche Handschrift mit Bleistift auf Papier.
Unterseen bei Interlaken, 1913. 90 num Bll. Bedruckter Opbd.
(Katnr: 41291)


Kosch XIII, 314. - ÖBL IX, 253 f. - Giebisch-Gugitz, Handbuch der Emigration 2. - HB österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft II, 1147. - Original-Manuskript des im selben Jahr bei Bloch in Berlin erschienen Titels. Deutsche Handschrift mit Bleistift auf 90 beidseitig beschriebenen Blättern. - Mit dem Eintrag "Begonnen am 9. Juili 1913 zu Unterseen bei Interlaken, beendigt daselbt am 24 Juli. - Das Stück spielt in der Zeit 1812 - 1813 in Minden und einer Stadt in Hessen. - Friedrich (Jacques) Rosenthal (Wien, 21.7. 1885 - nach dem 31.8.1942 im KZ Auschwitz) war Dramaturg, Regisseur, Theaterwissenschaftler und Pädagoge. Er studierte in Wien 1902 - 1906 an der Techn. Hochschule, Philosophie 1903 - 1910 an der Universität, 1910 bis 1912 an der Univ. Heidelberg, 1909 - 1910 besuchte er auch die Schauspielschule der Akad. für Musik und darstellende Kunst in Wien. Erste praktische Bühnenerfahrung sammelte er 1911/12 als Dramaturg am Hof- und Nationaltheater in Mannheim. Danach als Dramaturg und Regisseur (1913 - 1929) an das Dt. Volkstheater in Wien verpflichtet (Regiedebut mit Björnsons "Die Neuvermählten" 1914), inszenierte Rosenthal eine große Anzahl klassischer Werke sowie Dramen Grillparzers, 1932 ans Burgtheater berufen, wo er bis zu seiner Entlassung 1938, 26 Inszenierungen leitete. In theoretischen Schriften suchte er, die Krise des Theaters und der Schauspielkunst in wiss.-hist. Analyse zu erforschen. Als Vorkämpfer der Bestrebung, Theater aufgrund sorgfältiger Spielgestaltungen neu aufleben zu lassen, gründete Rosenthal im Auftrag des Unterrichtsministeriums, die erste staatliche Wanderbühne in Österreich, die er 1920/21 leitete. 1938 emigrierte er nach Frankreich, nach seiner Internierung in Marseille und Toulouse, 1939, wurde Rosenthal von der Gestapo in Correze verhaftet, vermutlich bei dem Versuch seiner Frau, der Tanzkünstlerin und Pädagogin G. Bodenwieser-Rosenthal zu folgen, die ihre Tanzgruppe über Südamerika nach Australien retten konnte. 1942 wurde Friedrich Rosenthal ins KZ Auschwitz deportiert und starb nach dem 31.8.1942 daselbst.

€ 1400


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Weinheber.

Phönix - Kalender für Stadt und Land 1934. 1. Jahrgang. Mit literarischen Beiträgen von Josef Weinheber, Franz Karl Ginzkey, Karl Mumelter, Richard Dehmel, Arno Holz u.a.
Wien, Verlag der "Phönix" - Versicherungs-Gesellschaft, 1933. 185 SS., 3 Bll. Mit zahlreichen Textabbildungen (u.a. von Fritz Schönpflug) und 1 Originallithographie von E. Schaffran. Ill.Okart.
(Katnr: 42014)


Mit eh. Widmung von Josef Weinheber a.d. vord. Umschlag, einer weiteren Widmung a.d. vord. Vorsatz, dat. 24. XII. 1933, sowie 2 eh. Postkarten, dat. 1931 aus Paris und 1935 aus Lofer. - Umschlag minimal verstaubt.

€ 800


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Weinheber. - Grabner, Lenz:

Josef Weinheber im Bilde. Mit Original-Beiträgen des Dichters und einer biographischen Skizze von Lenz Grabner.
Leipzig, Meyer, 1940. XLVII, 79 SS. Mit 82 Originalaufnahmen von Otto Stibor. Gr. 8°. Ohln.
(Katnr: 42765)


Beiliegt eh. Brief (1 Seite, gefaltet) von Josef Weinheber, dat. Kirchstetten, 17. 10. 1942. " Sehr geehrter Herr... Anbei ein Selbstbildnis und herzlichen Dank für Ihr warmes Schreiben. Wenn Sie mir eine Flasche (oder auch mehr) Wein auftreiben können, so bitte ich Sie, ihn mir gegen Nachnahme der Kosten zu schicken. mit herzlichen Gruß Heil H..... Ihr Josef Weinheber" Das Buch: Stellenweise etwas fleckig, Ecken bestoßen, Gelenke geplatzt, Einband gebleicht.

€ 280


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Petrarca, Francesco:

Sonette. Übertragen von Franz Spunda.
Heidelberg, Saturn-Verlag, 1913. 52 SS. Opbd.
(Katnr: 47947)


Wilp.-G. 1440, 5. - Erstausgabe (Spunda). - Beiliegt eh. Brief von Franz Spunda (1 1/2 S.), dat. Wien, Oktober 1913. - Kapitale stärker bestoßen, Ecken bestoßen, Rücken berieben.

€ 44


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